Hygiene- und Schutzkonzept während der Corona-Pandemie (zweite Auflage 02/2021)

Im Zuge der aktuellen Hygieneverordnungen haben wir einige Veränderungen im Tagesablauf und an unseren Ritualen vorgenommen und schon in der Zeit der Notfallbetreuung erfolgreich erprobt und umgesetzt.

 

 

Grundanforderungen

Die zweite Auflage des Hygieneleitfadens für Kindertageseinrichtungen in Baden-Württemberg regelt alle hygienischen Grundanforderungen. Der Leitfaden liegt hier zum Download bereit.

Händewaschen

Mit Unterstützung unseres Wagenmeisters wurde ein abschließbares Schränkchen mit Handwaschbecken, Glaswasserbehälter, Abwasserkanister und Seifenspender an der Außenwand des Wickelstübchens installiert. Des Weiteren gibt es eine zweite ebenso bestückte mobile Waschstation.

Raumpflege

Unseren Essplatz im Waldwagen, sowie die große Essplane für das Frühstück im Freien wird vor und nach dem Essen mit einer tensidhaltigen Wasserlösung gereinigt.

Die Wickelplätze, draußen und im Wickelstübchen, werden wie zuvor gereinigt und desinfiziert.

Nach der Abholzeit werden alle Handwaschstationen gereinigt und desinfiziert.

Der Putzdienst der Eltern bleibt in Ablauf und Umfang bestehen und erfährt keine Veränderungen. Die Eltern werden gebeten, öfter als in der Vergangenheit frisches Wasser in dafür vorgesehenen Kanistern zu transportieren und auch Abwasser in den entsprechend beschrifteten Abwasserkanistern zu Hause zu entsorgen. Danke für die große Bereitschaft!

Frischluft

Da wir uns als Waldkinderkrippe die meiste Zeit im Freien aufhalten, verfügen wir über den Luxus einer permanenten natürlichen Lüftung. In der warmen Jahreszeit bleibt bei Regenwetter die Türe des Waldwagens während der Essenszeit geöffnet.

In der kalten Jahreszeit überprüfen wir mithilfe eines CO2-Messgeräts die Luftqualität und lüften entsprechend der angezeigten Werte.

Tragen von medizinischen Schutzmasken

Die Begleiter*innen verfügen über persönliche medizinische Schutzmasken am Arbeitsplatz, die sie individuell nach Bedarf in bestimmten Situationen einsetzen können. In der täglichen Arbeit mit den Kindern verzichten die Fachkräfte auf das Tragen von Schutzmasken, da es für das Wohlbefinden und das Sicherheitsempfinden von kleinen Kindern wichtig ist, den Ausdruck des begleitenden Erwachsenen über dessen Mimik „lesen“ zu können.

Wickeln und die Pflege des Klöchens

Für den Ablauf der Wickelzeiten und die Begleitung der Kinder in der Phase ihrer „Ausscheidungsautonomie“ ergeben sich keine Veränderungen. Für die Fachkräfte stehen wie gewöhnlich Einweghandschuhe, Einwegschürzen und im Hinblick auf den Arbeitsschutz ein Händedesinfektionsmittel, sowie eine Handpflegecreme zur Verfügung. Die Kinder und die Begleiterinnen waschen sich nach der Wickel- bzw. Klöchenzeit die Hände.

Frühstück

Wann immer die Witterung es zulässt, frühstücken wir im Freien.

Anhand eines CO2-Messgeräts überprüfen wir dauerhaft die Luftqualität im Waldwagen und lüften, sobald der Wert 1300 ppm überschreitet. Wenn die Außentemperaturen kein ausreichendes Lüften zulassen, frühstücken wir zeitversetzt in zwei Gruppen. Der Abstand der Begleiterinnen untereinander beträgt dabei stets mindestens 1,5 Meter. Während des Essens achten die Begleiter*innen darauf, dass die Kinder die eigenen Speisen und Trinkflaschen nicht mit anderen Kindern teilen. Der Teile-Teller kann zurzeit nur sehr kontrolliert angeboten werden.

Vor dem Frühstück waschen sich die Kinder an den Waschstationen unter fließendem Wasser und mit einer duftstofffreien, milden Flüssigseife die Hände. Danach beginnen wir mit dem Öltröpfchen-Ritual: Die Kinder wählen unter drei unterschiedlichen Duftölen einen „Lieblingsduft“ aus, die Begleiterinnen tropfen mit der Pipette einige Öltröpfchen auf die Hand, die Kinder verreiben diese sorgfältig und schnuppern gern daran. Die Begleiter*innen haben hierbei die Möglichkeit zu beobachten, ob sich bei einzelnen Kindern eine Beeinträchtigung des Geruchsempfindens bemerkbar macht. Die Handöle bestehen ausschließlich aus hochwertigem Mandelöl und natürlichen ätherischen Duftölen in Bioqualität und dienen als Handpflegemittel für die empfindsame Kinderhaut. So kann der Beeinträchtigung durch häufiges Händewaschen mit Seife entgegengewirkt werden.

Nach dem Essen bekommt jedes Kind ein eigenes mit heißem Wasser getränktes Tüchlein, um sich Mund und Hände zu säubern. Diese werden anschließend in die Wäsche gegeben.

Begrüßung und Verabschiedung

Vorbereitung

Die Eltern bringen ihre Kinder rechtzeitig in den Morgenkreis. Zuvor haben sie das eigene Kind beim Händewaschen fachgerecht begleitet und das frische Handtuch an dem mit einem Tiersymbol des Kindes gekennzeichneten Trockenplatz aufgehängt. Alle Eltern halten die gesetzlich vorgegebenen Abstandsregeln ein und betreten den Platz mit einem Mund- und Nasenschutz.

Ablauf

Die Sitzplätze der Fachkräfte stehen im Morgenkreis in ausreichendem Abstand zueinander. Während der Anwesenheit der Eltern in den Tagen der Eingewöhnung eines Kindes wird die Anordnung der Sitzhocker im Hinblick auf den vorgeschriebenen Abstand entsprechend angepasst. Mehr als vier Erwachsene sollten während des Morgenkreises nicht gleichzeitig anwesend sein. Als Ausweichmöglichkeiten für diese Zeit stehen den Fachkräften, Praktikant*innen, Hospitant*innen und deren Mentor*innen aus den Fachschulen zwei „Besucher*innen-Bänke“ außerhalb des Kreises zur Verfügung.

Gespräche

Kurze Austauschmöglichkeiten für Eltern mit den Begleiter*innen sind mit Einhaltung der Abstandsregeln wie immer in der Bring- und Abholzeit möglich und erwünscht. Ansonsten gilt für den Ablauf des Abschlusskreises das gleiche Vorgehen wie für den Morgenkreis.

Themenabende

Diese finden ausschließlich online statt.

Krankheitssymptome bei Begleiter*innen

Hat ein*e Begleiter*in eines der folgenden Symptome: Husten, erhöhte Temperatur oder Fieber, Kurzatmigkeit, Verlust des Geruchs- oder Geschmackssinns, Schnupfen, Halsschmerzen, Kopf- und Gliederschmerzen, allgemeine Schwäche, bleibt er/sie zu Hause und lässt sich zunächst telefonisch medizinisch beraten und dann gegebenenfalls auf SARS-CoV-2 testen.

Krankheitssymptome bei Kindern

Kinder dürfen nur betreut werden, wenn diese

  • keinen Kontakt zu infizierten Personen hatten, bzw. seit dem letzten Kontakt mit infizierten Personen zehn Tage vergangen sind und sie keine Krankheitssymptome aufweisen, bzw. die zuständige Behörde nichts anderes angeordnet hat oder die Pflicht zur Isolation nach der CoronaVO nicht oder nicht mehr besteht.

  • keines der folgenden für COVID-19 typischen Symptome aufweisen:

    • Fieber ab 38,0 °C oder/und

    • trockener Husten, d. h. ohne Schleim und nicht verursacht durch eine chronische Erkrankung, wie zum Beispiel Asthma.

Ein leichter oder gelegentlicher Husten, bzw. ein gelegentliches Halskratzen führen nicht zwangsläufig zu einem Ausschluss. Gleiches gilt für eine Störung des Geschmacks- oder Geruchssinns (zum Beispiel als Begleitsymptom eines Schnupfens). Alle Symptome müssen akut auftreten, Symptome einer bekannten chronischen Erkrankung sind nicht relevant. Weitere mögliche Krankheitsanzeichen sind Magen-Darm-Symptome, Kopfschmerzen, Körperschmerzen und Myalgie (Muskelschmerzen), Schnupfen, Halsschmerzen, Brustschmerzen und Herzrasen, Kurzatmigkeit und Atemnot, sowie Geschmacks- und Geruchsverlust. Eine Magen-Darm-Beteiligung kommt bei COVID-19 häufiger vor als bei Erwachsenen, teilweise auch ohne respiratorische Symptome. Ein Schnupfen ohne weitere Krankheitsanzeichen ist kein Ausschlussgrund. Allgemein gilt, dass Kinder, denen es offensichtlich nicht gut geht, die einen kranken, erschöpften oder leidenden Eindruck machen, nicht in die Kita gehören und zu Hause bleiben sollten. Bei den oben genannten Symptomen konsultieren die Eltern ihren Hausarzt oder eine andere medizinische Fachperson, um sich dort beraten zu lassen und einen Befund zu erhalten. Hier bekommen die Eltern auch Auskunft, ob und wann das Kind die Waldkinderkrippe wieder besuchen kann.

Besucher*innen

Während des zweiten Lockdowns im Winter 2020/21 werden keine Besucher*innen empfangen.

Eingewöhnungen

Eingewöhnung sind grundsätzlich möglich. Die Eltern, die ihre Kinder in der Waldkinderkrippe eingewöhnen, tragen die ganze Zeit über einen medizinischen Mund- und Nasenschutz.


 

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